
9/11 Memorial Museum
Lohnt sich das 9/11 Memorial Museum? Mein Erfahrungsbericht!

Füge diesen und weitere Orte zu deinem persönlichen Reiseplan hinzu. Wir helfen dir anschließend mit passenden Vorschlägen: kostenlos & schnell!
Es war der schrecklichste Terroranschlag in der Menschheitsgeschichte. Der 11. September 2001, an dem fast 3.000 Menschen sterben mussten. Der Tag, an dem Amerika verwundbar wurde. Jeder weiß heute noch genau, was er an diesem Tag gemacht hat, wo er gerade war, was er als erstes gedacht hat, als das Unfassbare geschah. Kann ein Museum dieser Katastrophe gerecht werden?
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Es ist eine schwierige Aufgabe, für ein so tragisches Ereignis einen angemessenen Ort der Erinnerung zu schaffen. Das 9/11 Memorial Museum am Ground Zero versucht dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es dokumentiert eindringlich die Ereignisse am 11. September und dient als wichtigste Institution des Landes für die Erforschung der Auswirkungen.
Ticket-Infos für Dich
Mein Budget-Tipp
Wir waren natürlich dort und verraten dir hier, wie wir den Museumsbesuch erlebt haben und ob wir das Museum empfehlen würden.

Das Wichtigste in Kürze
- Beste Zeit für deinen Besuch: Vormittags unter der Woche ist noch nicht so viel los und du hast anschließend noch Zeit, um z.B. das One World Observatory zu besuchen.
- Ticketkauf: Kaufe dir dein Ticket am besten online im Voraus, um lange Wartezeiten vor Ort zu vermeiden.
- Spare mit einem Pass: Das 9/11 Memorial Museum ist u.a. im Go City Explorer Pass und im New York Pass enthalten. Für mehr Infos schau gerne in meinen New York Pass Vergleich.
- Extra Tipp: Montags kannst du von 17:30 bis 19:00 Uhr KOSTENLOS ins Museum. Dafür kannst du jeden Montag ab 7:00 Uhr morgens deine Tickets online reservieren.
Inhaltsverzeichnis
ToggleUnser Video vom 9/11 Memorial Museum
Hier zeige ich dir ein paar Eindrücke vom bewegenden 9/11 Memorial Museum:
Das 9/11 Memorial Museum
Das 9/11 Memorial Museum befindet sich beim 9/11 Memorial und ist seit der bewegenden Eröffnung durch Präsident Obama im Mai 2014 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Fertigstellung der unterirdischen Räumlichkeiten, die mehr als 10.000 Quadratmeter auf sieben Geschossen umfassen, verzögerte sich um drei Jahre. Der Bau wurde deutlich teurer als geplant und verschlang einigen US-Medienberichten zufolge rund eine Milliarde Dollar (729 Millionen Euro).
Meine persönliche Erfahrung
Ehrlich gesagt hatte ich gemischte Gefühle, was diesen besonderen Museumsbesuch betraf. Ich empfinde die Gegend rund um das 9/11 Memorial immer als sehr beklemmend und wusste nicht, wie ich auf das Museum reagieren werde.
Wie erwartet, schon beim Anblick des ersten Ausstellungsstücks waren sie wieder da – die Gefühle des Tages und der Zeit danach – die Fassungslosigkeit.
Zwei gigantische gabelförmige Stahlträger, die zum äußeren Skelett der Twin Towers gehörten und ihre Fassade prägten. Sie waren beim Einsturz in viele Teile zerrissen worden und wurden von Spezialisten wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt.
Vor meinem inneren Auge sah ich wieder die Twin Towers, welche die Macht und den Reichtum der Vereinigten Staaten verkörperten und dann in einer großen Staubwolke dem Erdboden gleich gemacht wurden. Im Zeitraffer bringt mich das Museum wieder zurück an den Tag des 11. Septembers.
Vorbei an durch Hitze deformierten Feuerwehrfahrzeugen, einem Teil der Antenne des Nordturms, einem verschmorten Fahrstuhlmotor, der kleinen Steintreppe (Survivor’s Staircase), Resten von Bürgersteigen, Straßenschildern, Fahrrädern und Kinderwagen, die sich vor dem World Trade Center befanden, zieht es einen immer mehr zurück in den Sog der Fassungslosigkeit.
Aber ich war auch gleichzeitig beeindruckt, mit wie viel Liebe zum Detail und Respekt diese Gegenstände erhalten und ausgestellt werden.
Das Museum im Museum als Ort des stillen Gedenkens
Eine gläserne Tür führt in ein weiteres „Museum im Museum“. September 11, 2001 als Überschrift. Kinder mögen diese Räumlichkeiten nicht betreten. Erst ab 10 Jahren und nur in Begleitung eines Erwachsenen.
Wieder ein Zeitraffer. Beginnend am unbeschwerten, sonnigen Morgen des elften Septembers. Bilder der Türme kurz vor den Anschlägen. Ausschnitte aus damaligen Live Berichterstattungen amerikanischer Nachrichtensender kurz bevor das erste Flugzeug in den ersten Turm geleitet wurde.
Es folgen Berichte während des Geschehens: Bilder, Anrufe von Menschen, die sich zu dem Zeitpunkt in den Türmen befanden, Videos von Feuerwehrmännern aus den Feuerwehrfahrzeugen, Mitschnitte des Polizeifunks.
Jede wichtige Minute vom Morgen des Grauens wird dargestellt. Aus der Sicht der Menschen am Boden, den Menschen in den entführten Passagierflugzeugen, der Menschen in den Türmen, im Pentagon sowie der damaligen US Politiker, weiterführend bis ins Jahr 2014.
Realisiert haben die Schöpfer des Museums diese authentische Zeitreise vor allem durch Ton- und Filmaufnahmen. Es sind die Stimmen von Augenzeugen, die im Raum hallen, Sirenen, Schreie.
Es ist größtenteils Material, das im Museum zum ersten Mal der Öffentlichkeit offenbart wird.
Der Zeitstrahl bringt Besucher immer wieder dazu, in sich zu kehren und Fragen zu stellen.
Wie hat uns Menschen dieser Tag verändert? Was bedeutet Terrorismus für uns heute? Wie war dessen Bedeutung damals? Welche Rolle spielten die 19 Terroristen – welche teilweise aus Hamburg kamen? Wie hat sich ihr Morgen des elften Septembers abgespielt? Wie hat es New York verändert?
Wo stehen wir heute?
Man wird voll und ganz mitgerissen, ein Teil der Tragödie des elften Septembers.
Letzte Worte der Menschen an ihre Lieben in Form von Mitschnitten und Projektionen an die Museumswände, Aufnahmen auf Anrufbeantwortern von den Verunglückten und viele weitere teils auch erschreckend detaillierte Bilder, Videos und Erinnerungsstücke.
Ich muss gestehen, dass ich mir nicht alles anschauen konnte. Teilweise war es sehr schwer und emotional für mich.
Ich kann aber sagen, dass man wirklich auf jede Frage eine Antwort bekommt. Auch auf die vielen Verschwörungstheorien wird eingegangen. Als ich diesen Bereich des Museums verlassen habe musste ich erstmal tief durchatmen.
Das ist nichts für schwache Nerven und du solltest wirklich viel Zeit einplanen, wenn du alles sehen möchtest. Die Museumsangestellten sagten mir, dass knapp 10.000 Artefakte ausgestellt seien.
In Memoriam – Der Raum der 2.983 Bilder
Ein großer Teil des Museums wird den Verstorbenen persönlich gewidmet. Dazu zählt vor allem der Raum „In Memoriam“, der 2.983 Fotos jedes Verstorbenen in einem kleinem Saal mit Bänken zeigt. Zu jeder Person wird eine kurze Geschichte erzählt, oft gesprochen von ihren Angehörigen.
Schließlich ist da noch das beeindruckendste Stück des Museums: Eine 20 Meter hohe Grundmauer, die als Bollwerk zwischen dem World Trade Center und dem Hudson River diente und den Anschlag überstanden hat.
Mächtig ragt dort auch die berühmte letzte Säule empor. Sie ist eines der wenigen Stahlgerippe, die aus dem zerstörten World Trade Center übrig geblieben sind. Im Zuge der Neubebauung wurde sie entfernt, ausgebessert und als Zeichen der Unbeugsamkeit und Hoffnung wieder errichtet.
Tickets für das 9/11 Memorial Museum
Tickets für das 9/11 Memorial Museum kannst du spontan vor Ort kaufen oder am besten vorab online reservieren. Dann kannst du nicht nur von unseren Rabatten profitieren, sondern sparst dir auch die Wartezeit in der Ticketschlange vor dem beliebten Museum.
Ticketpreise:
- Erwachsene: $36
- Jugendliche (13-17 Jahre): $30
- Kinder (7-12 Jahre): $24
- Senioren (ab 65 Jahre): $30

Kostenlos ins 9/11 Memorial Museum
Montags kannst du kostenlos ins Museum. Dann ist Free Admission Monday und du kannst dir ab 7:00 Uhr kostenlose Tickets auf der Website sichern. Der Andrang ist natürlich hoch und die Tickets begrenzt – sei also schnell.
Wenn du Besitzer vom New York Pass bist, dann ist der Eintritt immer kostenlos. Schau dir gerne meinen New York Pass Vergleich an, um zu sehen, welche Pässe das 9/11 Memorial Museum noch enthalten.
Persönliche Führungen im 9/11 Memorial Museum
Beim Thema 9/11 wollen wir dir sehr empfehlen, an einer Führung von New Yorkern teilzunehmen, die diesen schicksalhaften Tag selbst erlebt haben.
Dafür haben wir hier Führungen herausgesucht, die das 9/11 Memorial Museum beinhalten.
9/11 Memorial Tour & Museum
Bei dieser 2-stündigen Führung bringt dir ein einheimischer Guide die Geschehnisse des 11. Septembers und die Bedeutung des 9/11 Memorials näher. Dafür startet die Tour an der St. Paul’s Chapel, die in den Monaten nach dem 11. September eine wichtige Rolle für die Rettungskräfte und Angehörigen spielte.
Im Anschluss an die Tour bekommst du Tickets für das 9/11 Memorial Museum, das du sofort besuchen kannst.
9/11 Memorial Führung mit Tickets für Museum & One World Observatory
Diese Tour ist quasi das Komplettpaket am Ground Zero mit allen Eintrittspreisen inklusive.
Sie umfasst eine geführte Tour durch den World Trade Center Complex mit einem Guide, der einen persönlichen Bezug zu den Auswirkungen der Terroranschläge hat sowie den eigenständigen Besuch des 9/11 Memorial Museums und der Aussichtsplattform One World Observatory.
Dabei folgst du dem Weg der Ersthelfer und erfährst eindrucksvoll, welche Tapferkeit vor allem die Feuerwehrleute in New York nach den Anschlägen beweisen mussten.
FÜHRUNG MIT ALLEN TICKETS RESERVIEREN

Lohnt sich der Besuch?
Das Museum ist ein Meisterwerk. Der Besuch ist ein sehr ergreifendes Erlebnis und sollte bei jedem New York Besuch zum Pflichtprogramm gehören.
Nur von einem Besuch mit kleinen Kindern würde ich persönlich abraten, aber das ist eine individuelle Entscheidung.
Mehr zum 9/11 Memorial & Lower Manhattan
Wir können dir den Besuch des 9/11 Memorial Museums nur sehr ans Herz legen. Natürlich kannst du den Ground Zero und das 9/11 Memorial aber auch besuchen, ohne ins Museum zu gehen. Alle wichtigen Infos dazu findest du in unserem Artikel zum Ground Zero.
Was du dir sonst noch in der Nähe vom Ground Zero ansehen solltest, erfährst du in unserem Lower Manhattan Insider Guide.
Wir wünschen euch eine schöne Zeit in New York!
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Steffen
Ich bin Steffen Kneist, Gründer von Loving New York und „Steffen von New York“, wie mich viele von euch nennen. Seit über 12 Jahren helfe ich Reisenden aus Deutschland dabei, ihre Reise nach New York so zu planen, als wären sie schon zigmal dort gewesen. In meinen Reiseführern, auf YouTube, in der App und in meinen eBooks steckt jede Menge persönliche Erfahrung aus mehr als 30 New-York-Reisen. Ganz viele Insider-Tipps findest du auch in unserem New York Reiseführer mit über 1.000 Bewertungen, in unserem Low Budget New York Reiseführer und auf unserem YouTube-Kanal. Außerdem bin ich platin-zertifiziert vom offiziellen USA Discovery Programm. Mehr über Steffen von Loving New York.
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Steffen von Loving Loving New York
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