Wer an Lower Manhattan denkt, der denkt an die Wall Street, an Macht, unzählige Banken und beeindruckende Wolkenkratzer. Dieser Guide zeigt Euch, was Lower Manhattan noch zu bieten hat, warum dieser Teil der Stadt von besonderer historischer Bedeutung ist und viele Bewohner einen ganz persönlichen Bezug zu diesem Stadtteil haben.

Neben dem Charging Bull gibt es seit März 2017 noch eine weiter Skulptur an der Wall Street: „The fearless girl“ steht Kopf an Kopf mit dem Bullen und sagt ihm als mutiges Mädchen den Kampf an. Beide Skulpturen stellen einen Touristen-Hotspot in Lower Manhattan dar. Die Statue des Mädchens sollte eigentlich nur einen Monat bleiben, mittlerweile hat sie aber die „Erlaubnis“, bis März 2018 dem Bullen die Stirn zu bieten. Sie steht für den Einfluss und die Macht von Frauen in Führungspositionen.

Lower Manhattan

Der Weg nach Downtown

Am besten nehmt ihr die Subway 1,2,3 bis zur Haltestelle „Christopher Street“ oder den A,C,E Train bis zur „Chamber – dann seid ihr schon mitten drin! Wer ganz im Süden starten will, fährt mit der roten Linie 1 bis zur „South Ferry Station“.

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Der Süden Manhattans

Lower Manhattan, oder gerne auch Downtown genannt, ist der südliche Teil der Insel Manhattans. Umgeben von China Town und Tribecca fließen am südlichsten Punkt der East River und der Hudson River zusammen. Angrenzend an den Battery Park ist dieser Stadtbezirk, der einen wunderschönen Ausblick auf die Freiheitsstatue ermöglicht, einer der bedeutendsten New Yorks.


Historische Vergangenheit

In Lower Manhattan begann einst die Geschichte der Stadt New York City, der ehemaligen Hauptstadt der USA. 1621 wurde genau hier der berühmte Handel der Holländer abgeschlossen, die die Insel „Man-a-hatt-a“ für Schmuck im Wert von nur $24 von den Algonquin Indianern abkauften. Die ursprünglich holländische Siedlung Nieuw Amsterdam entwickelte sich bis zum 21. Jahrhundert zu einer Mischung aus alten Kirchen, die noch aus der Kolonialzeit stammen, und imposanten Wolkenkratzern. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kamen in Lower Manhattan aber auch die Immigranten in New York an, nachdem sie Ellis Island passiert hatten. Hier beginnt der sehr persönliche Bezug der New Yorker zu diesem Teil der Stadt. Für die Einwanderer war es das Tor in ein neues, -hoffnungsvoll erwartet- besseres Leben. Die Einwandererströme aus Europa  (1892-1954) wurden hier empfangen und jeder vierte Amerikaner kann die Geschichte seiner Vorfahren bis hierher zurückverfolgen.


Der 11. September 2001

Dieser Tag gehört ebenso zu der Geschichte Lower Manhattans. Die Terroranschläge vor 13 Jahren haben haben die Zwillingstürme und damit das Wahrzeichen der Stadt zerstört. Heute versucht man den Begriff „Ground Zero“ dafür zu verwenden, um das Gefühl der Hilflosigkeit in Worte zu fassen. Es ist ein beklemmender Ort, wenn man sich vor Augen führt, wie viele unschuldige Menschen dort ihr Leben gelassen haben.

Wo damals die Zwillingstürme standen findet man heute zwei große Wasserbecken. Das bewegende 9/11 Memorial Museum und die Antwort New Yorks auf die Anschläge: Das mit 541m höchste Gebäude der USA, das One World Trade Center.

Fälschlicherweise wird es oft noch Freedom Tower genannt, der Name wurde aber in 1WTC geändert. Lower Manhattan hat also sein Wahrzeichen zurück und dieser Anblick kann sich wirklich sehen lassen. Die Lücke, die das 1973 eröffnete World Trade Center hinterlassen hat, ist stets sichtbar, jedoch repräsentiert das 1WTC die Kraft und Willensstärke der New Yorker niemals aufzugeben.


Die Wall Street

Wer weiß, ob diese kleine Straße am Südzipfel Manhattans je so bedeutsam und bekannt geworden wäre, wenn an diesem Ort 1929 nicht ein Welt zusammen gebrochen wäre. Die Börse wurde mit dem Schwarzen Freitag (Black Friday) ein Symbol für das Elend und die Macht der Börsenspekulanten. Spätestens nach dem Film „The Wolf of Wall Street“ mit Leonardo Di Caprio findet man eine überspitzte Antwort auf die Frage nach dem Arbeitsleben der Börsenmakler. Wer hier Morgens sein Büro betritt gehört zu den Top-Verdienern der Stadt. Die 600 m lange Straße bildet das Zentrum des Financial Districts in Manhattan und betitelt auch gleichzeitig mit dem Begriff „Wall Street“ die gesamte Finanzindustrie der Vereinigten Staaten.


Der Battery Park

Beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Nanny´s ist der Battery Park. Als Schauplatz vieler Filmszenen gehört er zu den beliebtesten Grünanlagen Manhattans. Der Blick ist beeindruckend: Die Freiheitsstatue wirkt nur einen Steinwurf entfernt und auch der Blick über den Hudson River in den Bundesstaat New Jersey kann sich sehen lassen. Über sechs Millionen Menschen, darunter Anwohner, die arbeitende Bevölkerung, Studenten und Touristen aus der ganzen Welt besuchen jährlich den Park und sein Wahrzeichen: das Castle Clinton National Monument.


Von Insel zu Insel

Lower Manhattan ist ein sehr guter Ausgangspunkt für diverse Besuche der anliegenden Inseln. Eine der bekanntesten und beliebtesten Touristenattraktionen in New York ist die Staten Island Ferry, die zwischen der Südspitze Manhattans und Staten Island pendelt. Die Überfahrt ist kostenlos und führt vorbei an der „Mrs New York“- die Freiheitsstatue.

Mit einer Bootstour zur Miss Liberty und anschließendem Besuch auf Ellis Island kann man New Yorks Wahrzeichen sogar aus direkter Nähe betrachten.

Im Sommer ist die ehemalige Militärsinsel Governors Island einen Besuch wert. Die Governors Island Ferry bringt Euch mit der Governors Island Ferry für humane $2 über den East River. Das Governors Island Ferry Terminal befindet sich direkt neben dem Staten Island Ferry Terminal. Die Fahrt dauert um die 3 Minuten und ihr werdet sehen, dass dies vor allem für die New Yorker und ihre Kinder, ältere Bewohner New Yorks und wirklich nur für einen kleinen Teil von Touristen genutzt wird. Es ist also niemals überlaufen und eine tolle, ruhige Abwechslung zum lauten, oftmals stressigen Manhattan.


Die Brooklyn Bridge

Nummer Eins vieler New York Besucher ist ein Spaziergang über die erste Brücke, die einst Manhattan mit Brooklyn verband- die Brooklyn Bridge. Nach 13 Jahren Bauzeit wurde sie 1883 fertig gestellt und ist damals wie heute mehr als beeindruckend. 89 Meter ragen die beiden Pfeiler der Brücke in den Himmel. Mit einer Länge von 530 m ein beliebter Weg und Ort, die Skyline Lower Manhattans zu bewundern.


Kostenpunkt: 4 Milliarden Dollar

Die neue, hochmoderne Subway Station Fulton Center ersetzt die durch den 11. September 2001 zerstörte alte Subway Station gleichen Namens. Rund 300.000 Menschen erfreuen sich seit Oktober 2014 an der 11 Stockwerke hohen High Tech Station, die neben Restaurants und Shops eine großartige und bisher nicht vorhandene Verbindung von insgesamt 9(!) verschiedenen Subway Linien bietet.

Später und deutlich teurer als erwartet ist man aber stolz, dass es nun möglich ist von der Fulton Center Station bis in das One World Trade Center zu laufen- unterirdisch natürlich! Irrsinnig lange Wege unter der Erde sollen Grund für die höheren Kosten des Centers sein. Nun wartet man nur noch auf die Eröffnung der weiteren High Tech Station in Lower Manhattan: die One World Trade Center Station. Kostenpunkt? Bisher noch ungewiss. Wer das Treiben in der Rush Hour erleben will, der sollte sich gegen 8:30 Uhr im Fulton Center an die imposante Rolltreppe stellen. New Yorker Alltag, aber für Touristen Szenen, die man so schnell nicht mehr vergisst.


Kirchen mit spannender Geschichte

Wer einmal eine Kirche betreten möchte, in der einst George Washington schon gesessen hat, der sollte sich die St. Pauls Chapel ansehen. Die kleine Kapelle nahe des Ground Zero war 1776 als „Kapelle der Erleichterung“ erbaut worden. Sie blieb während der Anschläge 2001 trotz unmittelbarer Nähe zum World Trade Center unversehrt. Feuerwehrmänner, Helfer und Ärzte fanden hier Trost und Zuversicht während dieser schweren Zeit. Heute erinnern noch Bilder und Gedenktafeln an die Opfer des 11. Septembers (Adresse: Church Street).

Zu den wohl bekanntesten Kirchen New Yorks gehört die Trinity Church Wall Street. Sie befindet sich zwischen Broadway und Trinity Place unmittelbar gegenüber dem nordwestlichen Ende der Wall Street und ist der Gottesdienstort für eine Gemeinde der US-amerikanischen Episkopalkirche. Etwas makaber, aber auch sehenswert ins der angrenzende Friedhof, den auf dem Friedhof der Trinity Church befinden sich Gräber einiger bekannter Persönlichkeiten der US-Gründungsgeschichte, unter anderen von Alexander Hamilton (1755–1804), William Bradford (1590–1657), Robert Fulton (1765–1815), Albert Gallatin(1761–1849) und Johann Jakob Astor (1763-1848).


Museen in Lower Manhattan

Neben der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten im Süden der Stadt mangelt es auch nicht an Museen, die einen Besuch wert sind. Klar beginnend beim wohl bewegendsten Museum ganz New Yorks: das 9/11 Memorial Museum. Es ist eine ganz besondere Reise an den Tag der Anschläge mit bisher nicht gezeigten Filmmaterial und Bildern, Telefonmitschnitten und Erinnerungsstücken der Verstorbenen. Reste des World Trade Centers, demolierte Feuerwehrfahrzeuge sowie viele weitere sehr ergreifende Momente des elften Septembers werden hier ausgestellt. Ein Meisterwerk durch und durch (Tickets hier).

Ein weiteres Highlight und im schönen Battery Park gelegen ist das Museum of Jewish Heritage.“A living memorial to those who perished during the Holocaust“ lautet der Slogan des Museums und gibt treffend das wieder, was den Besucher erwartet. Das sternförmig angelegte Granitgebäude stellt das jüdische Erbe aus und zeigt neben Alltagsgegenständen des jüdischen Lebens vor allem aber eine treffende Reflexion über deren Leben in den Konzentrationslagern. Man erinnert an die 6 Millionen Getöteten während des Holocaust und erfährt (geprägt vom US Amerikanischen Nationalstolz) tiefgründige Informationen aus der Deutschen Geschichte. (Adresse: 36 Battery Place).

Das National Museum of the American Indian zeigt einen Teil, der 3 Millionen Gegenstände, die der New Yorker Banker, Georg Gustav Heye, aus dem Leben der amerikanischen Indianer sammelte. Im ehemaligen U.S. Custom House an der Südspitze Manhattans wird auf zwei Etagen Töpferwaren, Teppiche und Bilder der Indianer gezeigt (Adresse: 1 Bowling Green).

Wer sich für Architektur und Hochhäuser interessiert, der sollte das Skyscraper Museum auf keinen Fall verpassen. Der Fokus ist auf die Hochhäuser in Manhattan gerichtet und es wird das letzte existierende Original eines Architekturmodells des World Trade Centers gezeigt (Adresse: 39 Battery Place).


Hotels in Lower Manhattan

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Restaurants und Bars

Die Gastronomie in Lower Manhattan ist sehr vielfältig. Es gibt unzählige wunderschöne, kleine Restaurants, niedliche Cafés- viele tolle Bars, in denen es sich Stunden zu sitzen lohnt, daher ist es unglaublich schwer eine Auswahl zu treffen. Ich habe meine persönliche Top 5 für Euch heraus gefiltert. 

Rooftop-Bars in Lower Manhattan

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Shoppen in Lower Manhattan

Shopping in Lower Manhattan wird oftmals unterschätzt, denn man erwartet es von dem Financial District einfach nicht.

Der ultimative Shopping-Guide für New York

Mädels aufgepasst! Es ist der wohl umfangreichste und aktuellste Shopping-Guide über New York, den es gibt! In den letzten 3 Monaten war die Shopping- und Lifestyle-Expertin Luise – auch bekannt als Kleinstadtcarrie – in New York unterwegs und hat über 400 (!) Shopping-Spots euch entdeckt. Auf über 30 Seiten findet ihr die besten Läden und Flohmärkte der Stadt, sortiert nach Stadtteilen & unsere TOP 3 in mehreren Kategorien!

Es gibt aber durchaus tolle Stores, die zum Bummeln einladen. Der Spitzenreiter ist der Century 21 Store (22 Cortland Street), wo man oftmals 65% vom regulären Ladenpreis spart. Hier gibts die super Designer Schnäppchen, es hat aber auch einen starken „Kaufhaus-Wühltisch“ Charakter. Century 21 ist nicht jedermanns Sache, ausprobieren sollte man es aber, wenn man schon mal in der Nähe ist.

Auch ausprobieren sollte man unbedingt das Pendant zu Century 21: Das Luxury Kaufhaus Brookfield Place New York. Hier findet ihr High-End Shops und tolle Restaurants in einem Kaufhaus mit einem ganz besonderen Ambiente direkt am Hudson River. Wer eher ein begrenztes Budget hat, sollte trotzdem zum Schaufenster-Bummeln vorbeischauen und ein Mittagessen auf der Terrasse lohnt sich auch!

Achtung Insider: South Street Seaport

Das kleine, aber sehr bedeutsame Viertel am East River wurde durch dem Hurrikan Sandy im Jahr 2012 fast vollständig geflutet und zerstört. Mittlerweile ist man aber auch hier nach langen Renovierungen zur Normalität übergegangen und das Viertel am Pier 17 ist so beliebt wie eh und je. Hier finden sich eine der ältesten Gebäude von Downtown Manhattan, darunter die größte Ansammlung an historischen Geschäftshäusern des frühen 19. Jahrhunderts, viele davon sind Denkmalgeschützt. Die renovierten, original erhaltenen alten Handelshäuser mit den dortigen Läden und Restaurants (Abercrombie & Fitch, Guess, Superdry sind nur einige davon) sind besonders in den Sommer Monaten ein starker Anziehungspunkt. Hier findet ihr eine Liste aller Shopping Möglichkeiten am South Street Seaport. Doch viele schätzen diese Gegend auch wegen der restaurierten Segelschiffe und der Aussicht auf Manhattan und seine Brooklyn Bridge.

Lower Manhattan

 

 

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