Nach nun fast drei Jahren in New York hat man eine Menge erlebt, vieles dazu gelernt und viele Dinge akzeptieren gelernt. Gerüche, Geräusche, Geschwindigkeiten. Viele Klischees, die man den New Yorkern nachsagt, werden tatsächlich erfüllt.

Zeit also für 10 waschechte New Yorker Lebensregeln, die auch euch auf eurer Reise in die schönste Stadt der Welt weiterhelfen werden:

1. Das Rolltreppen Dilemma

Ich erinnere mich an den ersten Besuch meiner Mutter hier in New York und unsere erste Rolltreppenfahrt. Leider hatte ich vergessen zu erwähnen, dass die New Yorker sehr viel Wert darauf legen, dass man auf der Rolltreppe rechts steht und links (zügig) vorbei läuft. Nebeneinander auf der Rolltreppe stehen ist ein No-Go und hat meine Mutter direkt einen bösen Spruch eingebracht. Ihr wisst ja, wir New Yorker haben es einfach immer eilig.

2. Mit Tempo durch die Stadt

Wenn wir dann schon beim Thema Zügigkeit sind: Euch wird auffallen, dass unser Laufstil schon fast dem einer lockeren Jogging Geschwindigkeit gleicht. Ganz gleich bei welchem Wetter. Die New Yorker lieben die Touristen, gar keine Frage, aber macht nicht den Fehler und lauft mitten auf dem Gehweg spazieren. Tut dies gern etwas seitlich auf dem Bürgersteig und macht Platz für die Alltagsläufer durch New York.

3. Rücksicht bitte

Böse Blicke und Unverständlichkeit erntet man auch oft, wenn man in der Subway seinen Rucksack nicht absetzt, um so mehr Platz für die anderen Fahrgäste zu schaffen, den Sitzplatz neben sich mit seinen Taschen blockiert oder es sich wagt zu essen. Daher: Rücksicht ist gefragt.

4. Effiziente Warteschlangen Regeln

Die New Yorker lernen eine Sache seit der Kindheit: Sich akkurat in Schlangen einzureihen und geduldig zu warten. Mir ist es schon oft aufgefallen, dass gerade meine Deutschen Landsleute gerne versuchen, Warteschlangen zu verkürzen, sich vorzudrängeln, oder sich einfach nicht korrekt hintereinander aufstellen können. Während wir warten sind wir meist an unseren Smartphones beschäftigt, nachdem wir schon die Geldbörse heraus geholt haben und natürlich genau wissen, was wir bestellen wollen. Zeitmanagement / Effizientes Warten –  dies habe ich relativ schnell hier in New York gelernt. Macht es einfach wie wir und niemand wird euch je als Tourist enttarnen.

5. Kenne die Cross Streets

Ob in den Yellow Cabs oder im Uber bei Rückfragen zum Zielort. Schau dir vorab die Straße an, die sich mit der Avenue / Straße kreuzt. Insbesondere der Yellow Cab Fahrer weiß nicht, wo 129 West 81st ist. Sagst du ihm aber die cross streets dazu, hast du einen Freund mehr in New York.

6. Achtung beim Straßen überqueren

Auch, wenn du eine Einbahnstraße überqueren willst, solltest du immer nach links und rechts schauen. In meiner ersten Woche bin ich beinahe von einem Radfahrer (meist völlig unter Zeitdruck stehende Kuriere) überfahren worden, der mit gefühlten 100mph aus der entgegengesetzten Richtung geschossen kam.

7. Wir helfen gerne

Scheue nie davor zurück uns nach dem Weg zu fragen, wenn wir nicht schon vorher erkannt haben, dass du etwas verloren scheinst. Wir helfen gerne, wenn auch kurz und knapp, aber wir sind deutlich netter als viele von uns New Yorkern denken.

8. Gummistiefel als Mode Accessoire

Nach meinem ersten „Regenschauer“ (für mich war es mehr ein Monsun) in New York war mir klar, dass ich mich dem Modetrend „Gummistiefel“ in New York anzupassen habe. Schlicht und einfach, weil es nie nur ein bisschen regnet, sondern einfach immer die Welt unterzugehen scheint. Dank all der Schlaglöcher und Riesenpfützen bleibt da kein normales Schuhwerk trocken. Achtet mal drauf, wenn es regnet und ihr in New York unterwegs seid. 99% der Frauen tragen tatsächlich Gummistiefel.

9. Oh ein leerer Subway Wagon!

Achtung! Dies hat meistens einen Grund. Leider schlafen viele Obdachlose in den Subway Wagons. Solltet ihr also jemals ein komplett leeres Subway Cart entdecken und euch schon über den Sitzplatz freuen, vertraut mir und steigt nicht ein. Ich musste es einmal eine ewig lange Express Zug Station aushalten, bis ich in einen anderen Wagen wechseln konnte.

10. Bitte nicht stören

New Yorker sind in den meisten Fällen mit ihren Kopfhörern unterwegs. Klar, viele von ihnen hören tatsächlich Musik, aber, ob ihr es glaubt oder nicht: Manchmal wollen wir auch einfach nicht vollgequatscht werden. Ich muss gestehen, ich bin auch eine der „Silent-Headphones-User“.

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7 Kommentare

Marlene

Wie immer sehr informativ. Wir fliegen in 3 Wochen zum ersten mal nach NY.
Aber das mit der Subway habe ich nicht verstanden 🙈

su

Geruch…. 😉

Ines Paufler

Hallo Sabrina,ich wünsche dir auch eine gesundes neues Jahr,wenn es auch schon fast zu spät dafür ist. Ich war letzten Oktober das vierte mal in New York und das meiste deiner Tips kann ich nur bestätigen. Das mit den Crossroads und den leeren Subwaywagons wusste ich auch noch nicht,vielen Dank dafür! LG Ines

Vera

Hallo Sabrina,
Ein frohes neues Jahr!
Bei den meisten Sachen kann ich dir nur zustimmen, aber ich muss sagen, dass ich zB Nr 2 und 4 total anderst erlebt habe. Ich musste in den Warteschlangen immer aufpassen, dass sich nicht einfach jemand vordrängelt der unter Zeitdruck steht und ja New Yorker haben manchmal die Angewohnheit schnell durch die Straßen zu hasten, aber in den meisten Fällen standen Sie mir eher im Weg rum oder waren VIEL zu langsam! Zuerst dachte ich das wären Touris aber das ist mir dann auch in vielen weniger Touribekannten Straßen passiert.
Weiter so! Ich liebe eure Inhalte hier.
Grüße
Vera

Sabrina

Hallo Vera. Wow ehrlich? Also ich erlebe es hier jeden Tag so, aber spannend mal eine andere Meinung zu hören. Danke für dein Feedback. VG Sabrina

Vera S.

Auch ich sage Danke! für deine erfrischenden Beiträge über NYC. Ich fühle mich bestens vorbereitet auf meine erste Reise nach NYC in wenigen Wochen und kann es kaum noch erwarten.

Viele Grüße aus Deutschland
Vera

Juergen Schaefer

Hi Sabrina, dir auch noch ein gutes neues Jahr. Wollte mich nur mal für deine tollen Tips, Anregungen und Geschichten bedanken. Mach weiter so.
Gruß
Jürgen

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