Unsere neue Rubrik „Mein New York“ lässt uns alle etwas über den Tellerrand hinaus schauen, denn jetzt ist es nicht mehr nur die Stadt selber, die für uns im Fokus steht, sondern es sind die Menschen in New York, die wir genauer betrachten – Wir stellen in „Mein New York“ interessanten Persönlichkeiten aus New York unsere „Fünf Fragen an…“ und erfahren so tolles Insiderwissen, spannende Tipps und ganz besonders: einen Einblick in ihr ganz persönliches Leben in New York City.

Als der Melting Pot schlechthin werden im Big Apple mehr als 200 verschiedene Sprachen gesprochen. Etwa 3 Millionen Einwohner sind Zugewanderte: Studenten, Globetrotter, Freiheitssuchende und Arbeitsnomaden auf der Suche nach der großen Karriere – etwa 25% davon kamen erst nach der Jahrtausendwende nach New York City und leben dort nun ihren American Dream. New York City sehen Menschen auf der ganzen Welt als die Adresse, um ganz groß rauszukommen. „If I can make it there, I’ll make it anywhere“, besang Frank Sinatra die Stadt.

Einer von ihnen ist Fred. Der gebürtige Soltauer zog im März diesen Jahres von Berlin Friedrichshain nach Manhattan. Fred ist der erste New Yorker, der sich unseren „5 Fragen an …“ gestellt hat. Getroffen habe ich den Juristen in seinem Büro in der New York University (NYU) nahe des Washington Square Parks, wo er derzeit als „Doctoral Researcher“ an seiner Doktorarbeit schreibt.


1. Was treibt dich nach New York & was unterscheidet diese Stadt von deiner Heimat?

Ich schreibe über die völkerrechtliche Legalität autonomer Waffensysteme auf englisch meine Doktorarbeit an der Universität St. Gallen, komme aber aus Berlin. Für meine Arbeit ist es besonders wichtig, dass ich die Perspektive der USA widerspiegeln kann, weil die USA und Israel am meisten fortgeschritten sind, was die autonomen Waffensysteme angeht. Die NYU ist die Top-Universität im internationalen Recht in den USA, weshalb die Ressourcen einfach super sind. Ich wurde hier in New York mit offenen Armen empfangen und als „Visiting Doctoral Researcher“ ist man hier sehr gut aufgehoben.

Die 32 besten Insider-Spots - erlebe New York wie ein Local

Auf dieses eBook (PDF) bin ich besonders stolz – ihr findet hier unsere absoluten Lieblinge, die wir im Laufe der Zeit so kennen gelernt haben. Es sind genau DIESE Bars, Restaurants, Spots und Geheimlocations, die für uns New York zu unserer Lieblingsstadt machen!

Und: keinen der 32 Spots gibts es in unseren anderen beiden ePapern zu den 10 besten Attraktionen bzw. den 10 besten Touren in New York!


Meine Heimat ist Berlin: ich glaube, dass sich Berlin stark in dieselbe Richtung entwickelt, wie New York. Neuigkeiten wie Food Markets kommen zum Beispiel heute viel schneller nach Europa als früher. Der größte Unterschied für mich ist und das ist auch der Grund, warum ich so gerne in Berlin lebe: Berlin ist oft so „unfertig“- man hat das Gefühl, es ist „still in the making“. Dagegen wirkt in New York City alles so cool, hip und durchgestylt – aber eben irgendwie auch als Vorbild für Berlin.


2. Wie lange brauchst du morgens zur Arbeit?

Ich wohne in Tribeca zur Untervermietung in einem alten Industrieloft – ich wohne dort auch sehr gerne, die Gegend ist wunderschön. Es ist eine der noch nicht durch renovierten Wohnungen in Tribeca, sonst ist es dort ja sehr chic. Dies merkt man vor allem daran, dass es nicht sehr viele Supermärkte gibt – viele lassen sich den Einkauf einfach ganz bequem nach Hause liefern, deshalb kaufe ich meine Lebensmittel dann hier in der Nähe der NYU ein.

Ich brauche Morgens 15 Minuten zu Fuß, was natürlich ein Traum ist und Kriterium für die Wohnung in Tribeca war – ich habe die Wohnung von Europa aus angemietet, konnte sie mir also vorher nicht anschauen und das Hauptargument, dass ich von dort die Arbeit schnell erreichen kann, war definitiv gegeben. Mit dem Fahrrad brauche ich 3 Minuten. Die Subway nutze ich nicht, da ich kein Freund der Subway bin.

Viele sagen, New York sei so groß und unübersichtlich – ich bin aber schon recht viel rumgekommen – daher denke ich, dass man sich seinen Bereich, den man zum Leben braucht, erarbeiten muss – meistens benötigt man dann nicht mehr. Ich persönlich finde New York auch gar nicht so schnelllebig, wie es alle immer sagen, ich finde es sogar sehr gemütlich. Ich jogge Morgens von Tribeca aus immer am East River entlang. Alles andere sind für mich recht kurze Wege, das mache ich dann mit dem Fahrrad, nur ganz selten mit der Subway. Sollte das Wetter so sein wie heute, das heißt sommerlich und warm, gehe zu Fuß, da sind die Wege überschaubar –  man gewöhnt sich an die Entfernungen. Man läuft hier mehr, als man es sich vorstellen kann.

Hier im Greenwich Village, wo die NYU gelegen ist, gibt es tausend kleine Cafés, es ist wunderschön hier draußen zu sitzen, man hat den Washington Square Park direkt vor der Tür – einfach toll!


Wo verbringst du deine Mittagspause?

Anfangs war ich viel unterwegs in den vielen kleinen Restaurants hier um die Ecke. Ich nutze mittlerweile aber verstärkt unser eigenes Rooftop mit Kollegen von der NYC. Hier haben nur die Mitarbeiter Zutritt, sodass wir unser Mittagessen dann ganz privat über den Dächern des Villages genießen können.


Welcher ist dein Lieblingsstadtteil und warum?

Ich bin etwas unentschlossen zwischen East Village und Williamsburg. Williamsburg ist dann wohl mein Favorit, obwohl ich dort auch nicht sooo oft bin, aber ich mag die entspannte Atmosphäre sehr und es erinnert mich wohl am ehesten an Friedrichshain in Berlin, wo ich zuvor gewohnt habe. So habe ich immer ein Stückchen Heimat hier bei mir.


Vervollständige diesen Satz: „NEW YORK IST FÜR MICH …“

…die große Freiheit!


Danke Fred, für deine Zeit und deine spannenden Antworten – wir von Lovingnewyork wünschen dir viel Erfolg bei deiner Doktorarbeit und noch eine unvergessliche Zeit in New York City. 

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