Der im Nordwesten gelegene Stadtteil Astoria in Queens gleicht von der Einwohnerzahl schon einer Großstadt: Rund 250.000 Menschen leben nahe des East Rivers. Innerhalb Queens gehört Astoria zu den einwohnerreichsten Gegenden. Beliebt bei jungen Menschen aus aller Welt zeigt Astoria vor allem das, was Queens ausmacht: eine bunte Mischung aller Nationalitäten aus der ganzen Welt und eine immer weiter wachsende Auswahl an hippen Restaurants und Bars.

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Der Weg nach Astoria

Am besten gelangt ihr mit der Subway nach Astoria. Die Linie Nund Q fahren ab Times Square / 42nd Street bis zur Station 30 Av, wo man mitten im Geschehen ankommt. Alternativ fährt die Linie R direkt bis zur Steinway Street, wo sich unter anderem die Kaufmann Studios und das Museum of Moving Images befindet.


Pech für den Namensgeber

Ursprünglich trug das Viertel den Namen „Hallet’s Cove“, welcher vom ersten Landbesitzer William Hallet Sr. abstammte, der sich in Astoria im Jahr 1659 mit seiner Frau Elizabeth Fones niedergelassen hatte. Als wohlhabende New Yorker im 19. Jahrhundert begannen, große Residenzen an der 12th und der 14th Street zu errichten, gewann Astoria wieder mehr an Bedeutung.

Es dauerte allerdings nicht lange, bis das Viertel in seinen heutigen Namen umbenannt wurde. Dafür wurde der deutschstämmige und damals reichste Mann der Welt, John Jacob Astor, auserwählt, um als Namensgeber zu fungieren. Es wurde festgelegt, Astor solle 2.000 Dollar in den Aufbau des Viertel investieren, sodass der Name Astoria auf Dauer bestehen bleibe.

Obwohl er tatsächlich nur 500$ investierte, setzten sich viele seiner Freunde und Weggefährten in einem Streit durch, dass der Name Astoria bestehen bleibt.  Astor lebte  in der Nähe, hat Astoria aber niemals betreten, da er es für unsinnig hielt. Wenn er nur erfahren könnte, dass er damit einen großen Fehler machte, denn Astoria ist eine der multikulturellsten Gegenden in Queens und macht die 20 min lange Subway Fahrt aufgrund der tollen Restaurants, der Kunstszene und den wunderschönen Aussichtspunkten auf die Manhattan Skyline mehr als lohnenswert.


Deutsche Einflüsse

Astoria in Queens

Wer Astoria in Queens erkundet, sollte die Subway Haltestelle Steinway Street als Ziel haben. „Steinway“- als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich mir direkt, dass das doch etwas Deutsches hat? Richtig! Durch zahlreiche Einwanderer, darunter viele Deutsche, wuchs die Industrie in Astoria. Einer der deutschen Immigranten, der Klavierbauer Heinrich Steinweg, gründete im Jahr 1853 in Manhattan das Unternehmen Steinway & Sons, das heute führend in der Klavierherstellung ist.

Man errichtete nach dem großen Erfolg sogar ein eigenes Steinway Village in Astoria, um dort die Arbeiter unterzubringen. Mittlerweile leben neben einigen Deutschen und den traditionell dort ansässigen Griechen und Italienern auch viele Kolumbianer und Brasilianer nahe der Hells Gate Bridge. Astoria hat viel vom ruhigen Kleinstadt Charakter, wie wir es aus Deutschen Städten kennen. Hier wohnt man in Reihenhäusern mit Garten, oder in einem der alten Brownstone Houses. Hochhäuser und luxuriöse Apartment Komplexe findet man hier keine.


Das Höllentor im Astoria Park

Das Hell Gate ist eine gefährliche Stelle im East River  und befindert sich,  wo der Harlem River in den East River mündet. Die gleichnamige Brücke verbindet Long Island mit dem Festland und ist Teil des Astoria Parks. Die Brücke wurde 1912-1916 erbaut und umfasst eine Gesamtlänge von 5,6 Kilometern. Der beliebte Astoria Park am East River ist besonders im Sommer ein populärer Rückzugsorts für die New Yorker.

Der Blick auf Manhattan und die beeindruckenden Brücken (Triborough Bridge und die Hell Gate Bridge), die den Park umgeben, machen den Astoria Park so speziell. An heißen Sommertagen nutzen die Besucher des Parks den ältesten in New York City befindlichen Pool, um sich abzukühlen. Den Park erreicht ihr, wenn ihr die Subway Linie N oder Q an der Endhaltestelle verlasst und dann nach Westen Richtung Wasser lauft. Alle Infos zum Park könnt ihr hier nachlesen.


Bewegte Bilder in Astoria

Ein absoluter Insider ist das American Museum of the Moving Image. Die Ausstellung umfasst alles, was mit der Geschichte, Produktion, Verbreitung und Darstellung von Film und Fernsehen zu tun hat. Queens im Allgemeinen spielt eine sehr große Rolle in der US-Filmindustrie, was man erst einmal auch gar nicht für möglich hält. Viele US TV-Serien werden hier gedreht, viele bedeutsame Filme, wie zum Beispiel der Pate, wurden im schönen Astoria in Queens gedreht. Die eigentlichen Studios der ehemaligen Paramount East Coast Produktionsstätte sind geschlossen, doch das Museum bietet Führungen zu Filmproduktion, Make-Up, Kostümen und bekannten Film-Sets an. Im Jahr 2008 wurde die Größe des Museums erweitert und im Januar 2011 neu eröffnet. Wer also einmal hinter die Kulissen der Filmindustrie und seiner Arbeitsweise blicken möchte, sollte dieses sehr moderne und interessante Museum auf jeden Fall besuchen (Adresse: 36-01, 35th Avenue, 11106 NY)


Kaufman Astorias Film Studios

Die Geschichte der Kaufman Astoria Film Studios geht in die 20er Jahre zurück, in denen die Studios ehemals noch den Paramount Pictures gehörten und in dieser Zeit einer der wichtigsten Film Studios in den USA darstellte. Doch die Paramount Pictures verlegten ihre Studios an die Westküste und zurück blieben leer stehende Filmschauplätze.

In den späten Siebzigern wurden die Studios aufgrund der Bedeutsamkeit für die Stadt New York City für ein „National Historic Landmark“ erklärt. 1982 kaufte George S Kaufman die Studios und brachte wieder Leben in die eingeschlafene Filmszene in Astoria. Zu dem Komplex gehört ebenfalls das oben bereits erwähnte Museum of the Moving Image und eine Restaurant. Gedreht wurden hier bereits mehrere bekannte Blockbuster, wie zum Beispiel Wall Street – Geld schläft nicht, oder Men in Black. Vor allem werden in den Kaufman Studios aber auch US-Fernsehserien produziert, wie zum Beispiel der Netflix Hit: „Orange is the new Black“. Weitere Infos zu den Studios könnt ihr hier nachlesen.


Restaurants und Bars

Die Gastronomie in Astoria ist so vielfältig wie die unterschiedlichen Nationen, die dort leben. Astoria ist aber bekannt für seine sehr guten und im Vergleich zum teuren Manhattan, günstigen Restaurants.   Ich habe meine persönliche Top 5 für euch heraus gefiltert.


1. Astor Room

(Adresse: 34-12 36th Street, Queens, NY 11106   I  http://www.astorroom.com)

Direkt in den Kaufmann Astoria Studios mit leckerer Amerikanischer Küche. Von Dienstags bis Samstags ist von 17:00-19:00 Uhr Happy Hour, da gibts 2 Wein/Bier zum Preis von einem. 

 

2. Max Bratwurst und Bier

(Adresse:  4702 30th Avenue Astoria, NY 11103 I   http://www.maxbratwurst.com)

Deutsche Küche mitten in Queens. Hier gibts alles von der Frikadelle bis zum Schnitzel.

 

3. Elias Corner

(Adresse:  24-02 31st Street, NY 11103   I   http://www.eliascorner.com/EliasCorner/Main.html)

Griechische Küche mit dem Schwerpunkt auf Fisch.

 

4. Arharn Thai

(Adresse: 3205 36th Avenue  I   http://thaiastoria.com)

Thailändische Küche in lockerem Ambiente.

 

5. Zenon Taverna

(Adresse: 34-10 31st Avenue   I   http://zenontaverna.com)

Traditionell Griechische Küche.


Das Nachtleben in Astoria

Nicht umsonst gilt Astoria als so beliebt bei den jungen Leuten, denn das Nightlife hat einiges zu bieten. Eine empfehlenswerte Location ist das Astoria Brewhouse. In der unteren Etage findet man eine sehr einladende Bar mit einer großen Bierauswahl. Im oberen Bereich in der ersten Etage trinkt man recht gemütlich in der Lounge.

Seit 1910 existiert die Bohemian Hall and Beer Garden bereits und es ist tatsächlich der älteste Biergarten in New York City – hier wurden schon einige Parties gefeiert. Besonders im Sommer ist der großzügig angelegte Biergarten mit einfachen Holztischen und Bänken wundervoll. Das Essen ist günstig und das Bier schmeckt. Hier kann man den ein oder anderen Sommerabend verbringen.

Das Sunswick 35/35 ist eine kleine, gemütliche Bar, die dem Ruf, das man in Queens das beste Bier in ganz New York City trinken kann, sehr gut nach kommt. Hier sitzt man eher an der Theke als an einem der kleinen Rundtische und trinkt eines der vielen verschiedenen Biere, die hier angeboten werden. Das Essen ist sehr zu empfehlen und passt gut zu einem entspannten Abend in einer der beliebtesten Bars in Astoria.


Shopping in Astoria

Rund um die Steinway Street findet ihr eine multikulturelle Shopping Meile, die ihr nicht mit einer Shopping Meile in Manhattan vergleichen solltet. Es ist aber interessant, in die verschiedenen Stores aus den so unterschiedlichen Nationen zu stöbern. Verkauft wird hier von Schuhen bis Kleidung, Gewürzen und nationalen Lebensmitteln alles. An der Subway Station Astoria Boulevard (zu erreichen mit der N, oder Q Linie) findet ihr den Astoria Market. Ein Flohmarkt mit Produkten von lokalen Designern und Künstlern, die für kleines Geld ihre Schätze verkaufen.

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Ein Kommentar

Reno

Wir haben da bei unserem letzten New York Besuch gewohnt. Ruhig, preiswert und doch nur wenige Subway-Minuten von Manhatten entfernt. Sehr zu empfehlen.

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