
USA Einreise verweigert? Was dann WIRKLICH passiert!

Dein ESTA ist genehmigt, der Reisepass ist gültig und der Rückflug längst gebucht. Eigentlich sollte der USA-Reise damit nichts mehr im Weg stehen. Trotzdem bleibt bei einigen die Frage: Was passiert eigentlich, wenn der Officer bei der Einreise Nein sagt?
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Genau diese Frage bekomme ich immer wieder. Und gleich vorweg: So ein Fall ist wirklich selten. Ich war selbst fast 30 Mal in den USA und habe noch nie erlebt, dass jemand bei der Immigration wieder zurückgeschickt wurde.
Für das Video habe ich zusätzlich mit David von USA Reiseexperten gesprochen. Er organisiert seit mehr als zehn Jahren USA-Reisen und hatte ebenfalls noch keinen einzigen solchen Fall.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWie wahrscheinlich ist eine USA Einreise-Verweigerung?
Die kurze Antwort: sehr selten.
Interessant finde ich dabei vor allem, wie groß der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Risiko und der Sorge davor ist. Ich bekomme regelmäßig Fragen dazu. Einen konkreten Fall habe ich selbst aber noch nie mitbekommen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass eine Abweisung unmöglich ist. Die endgültige Entscheidung über deine Einreise fällt erst an der Grenze. Ein genehmigtes ESTA allein garantiert dir die Einreise nicht.
Für einen ganz normalen USA-Urlaub gibt es aber keinen Grund, mit einem schlechten Gefühl in den Flieger zu steigen.
Gründe für eine Abweisung bei der USA Einreise
Ein wichtiger Punkt ist die Rückkehrabsicht. Der Officer möchte erkennen können, dass du tatsächlich nur für deine Reise in den USA bist und danach wieder nach Hause fliegst.
Problematisch kann es werden, wenn der Eindruck entsteht, dass du dauerhaft in den USA bleiben möchtest.
Auch der Reisezweck spielt eine Rolle. Mit ESTA kannst du zum Beispiel als Tourist einreisen. Bestimmte geschäftliche Reisen wie ein Messe- oder Eventbesuch sind ebenfalls möglich. Einfach in die USA fliegen und dort arbeiten ist damit dagegen nicht vorgesehen.
Manchmal entstehen Zweifel auch erst im Gespräch. Zum Beispiel, wenn deine Antworten nicht zu deinen Reiseplänen passen oder sich Angaben widersprechen.
Mein Tipp ist deshalb ziemlich unspektakulär: Sag einfach, was Sache ist. Du musst dir für die Immigration keine besonders cleveren Antworten zurechtlegen.
Wer kann von einer Abweisung betroffen sein?
Es gibt einige Fälle, bei denen die Einreise genauer geprüft werden kann. Dazu gehören zum Beispiel frühere Probleme mit den US-Einreisebestimmungen, eine frühere Abweisung oder ein Aufenthalt, der länger war als erlaubt.
Auch Vorstrafen können eine Rolle spielen. Gleiches gilt, wenn es Auffälligkeiten mit einem Reisepass gibt, etwa weil dieser einmal als verloren oder gestohlen gemeldet wurde.
Ein weiteres Thema sind Reisen in bestimmte Länder. Im Video nenne ich hier unter anderem Kuba, Iran, Irak und Syrien.
Das betrifft natürlich längst nicht jeden USA-Urlauber. Genau deshalb würde ich aus diesem Thema auch keine größere Sorge machen, als es tatsächlich ist.
Was passiert, wenn deine USA Einreise verweigert wird?
Wenn der Officer entscheidet, dass du nicht einreisen darfst, kommst du nicht einfach aus dem Flughafen heraus.
Du kannst also nicht erst einmal ins gebuchte Hotel fahren oder ein paar Tage in New York verbringen und später zurückfliegen. Du bleibst unter Aufsicht und wirst normalerweise möglichst schnell wieder zurückgeschickt.
Der Rückflug erfolgt in der Regel mit der Airline, mit der du angekommen bist. Sollte dort kein Platz verfügbar sein, kann eine andere Verbindung organisiert werden.
Wie lange du am Flughafen warten musst, hängt damit natürlich auch davon ab, wann ein Rückflug möglich ist.
3 Arten von Abweisungen bei der USA Einreise
Eine Abweisung kann unterschiedliche Folgen haben. Dabei gibt es nicht einfach nur die Entscheidung Einreise erlaubt oder Einreise verboten.
Im Video unterscheide ich drei mögliche Varianten.
Freiwilliges Zurückziehen des Einreiseantrags
Die erste Variante ist die angenehmste der drei Möglichkeiten. Der Officer kann dir erlauben, deinen Antrag auf Einreise freiwillig zurückzuziehen.
Du reist dann wieder zurück. Eine automatische mehrjährige Einreisesperre gibt es in diesem Fall nicht.
Wichtig ist allerdings: Du kannst diese Variante nicht einfach verlangen. Ob dir diese Möglichkeit angeboten wird, entscheidet der Officer.
Einfache Abweisung bei der Einreise
Die zweite Möglichkeit ist eine normale Abweisung.
Auch dabei gibt es nicht automatisch eine mehrjährige Sperre. Eine spätere USA-Reise kann danach aber komplizierter werden. Es kann zum Beispiel sein, dass du nicht mehr einfach mit ESTA reisen kannst und stattdessen ein B2-Visum benötigst.
Förmliche Schnellausweisung
Deutlich ernster ist die förmliche Schnellausweisung. Sie kann eine fünfjährige Einreisesperre nach sich ziehen.
Im Video geht es dabei vor allem um Fälle, in denen falsche Angaben oder Betrug festgestellt werden. Bei sehr schweren Fällen können die Folgen noch weiter gehen.
Welche dieser Möglichkeiten angewendet wird, liegt nicht in deiner Hand. Die Entscheidung treffen die US-Behörden.
Wer trägt welche Kosten?
Das ist wahrscheinlich eine der unangenehmsten Fragen: Was passiert mit deinem Geld, wenn deine USA-Reise schon am Flughafen endet?
Hast du alles selbst gebucht, musst du dich auch selbst um Hotel, Sightseeing-Pässe und andere bereits bezahlte Leistungen kümmern. Ob du etwas zurückbekommst, hängt dann von den jeweiligen Stornierungsbedingungen ab.
Der Hinflug ist bereits erfolgt. Den bekommst du also nicht einfach erstattet.
Genau deshalb bin ich ein großer Fan davon, Hotels und andere größere Reiseleistungen möglichst flexibel zu buchen. Wenn ich bis kurz vor der Reise kostenlos stornieren kann, ist mir das meistens lieber als der letzte gesparte Euro bei einem nicht stornierbaren Tarif.
Beim Rückflug sieht es anders aus. Wenn dir die Einreise verweigert wird, wird der Rücktransport normalerweise über die Airline organisiert. Du musst also nicht am Flughafen stehen und spontan auf eigene Kosten einen neuen Flug nach Deutschland buchen.
Ist der ursprünglich vorgesehene Flug voll, kümmert sich die Airline normalerweise um eine andere Verbindung. Auch eine mögliche Preisdifferenz wird dir laut den Informationen, die ich für das Video bekommen habe, in der Regel nicht nachberechnet.
Auf eine klassische Reiserücktrittsversicherung solltest du dich in diesem Fall nicht verlassen. Du hast deine Reise bereits angetreten und eine verweigerte Einreise ist normalerweise kein klassischer Rücktrittsgrund.
Bei einer Buchung über einen Reiseveranstalter kann es anders aussehen. Im Video geht es hier um den Fall, dass die Reise erstattet wird, sofern du selbst vorher korrekte und ehrliche Angaben gemacht hast.
Musst du dir ernsthaft Gedanken machen?
Nein, ich würde mir vor einer normalen USA-Reise deswegen nicht unnötig den Kopf zerbrechen.
Dass die Einreise theoretisch verweigert werden kann, stimmt. Dass ein genehmigtes ESTA keine Einreisegarantie ist, stimmt ebenfalls. In der Praxis sind solche Fälle aber sehr selten.
Ich selbst habe bei fast 30 USA-Reisen noch keinen solchen Fall erlebt. Und auch David von USA Reiseexperten hatte in mehr als zehn Jahren keinen.
Mach bei ESTA und Einreise ehrliche Angaben. Bleib beim Gespräch mit dem Officer entspannt und beantworte die Fragen einfach so, wie sie gestellt werden.
Mehr musst du daraus für deine nächste USA-Reise eigentlich nicht machen.
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Steffen
Ich bin Steffen Kneist, Gründer von Loving New York und „Steffen von New York“, wie mich viele von euch nennen. Seit über 12 Jahren helfe ich Reisenden aus Deutschland dabei, ihre Reise nach New York zu planen und war mittlerweile fast 30x in NYC. Meine Empfehlungen für deine Reise: Meine Reiseführer, kostenlose Kreditkarte + 60 EUR geschenkt, Hotels buchen, New York Pässe (5% Rabatt mit Code GO5LOVING), eSIM (5% Rabatt mit Code LOVINGNEWYORK5), diverses über Amazon, Tickets und Anbieter, die ich selbst nutze oder guten Gewissens empfehlen kann. Wenn du über diese Links buchst, unterstützt du meine Arbeit – für dich bleibt der Preis natürlich gleich. Danke dir! Hier geht es zu meinem YouTube-Kanal. Außerdem bin ich platin-zertifiziert vom offiziellen USA Discovery Programm. Mehr über Steffen von Loving New York.
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